Arbeiten auf Rauhfaser und Zeitungspapier

Die erste Malerei erstellte Hélène Bernard in klassischer Form: Acryl auf Leinwand. Die Farbe wurde, aus finanziellen Gründen, mit Pigmenten gemischt. Das Ergebnis war nicht zufriedenstellend. Dabei war es zunächst schwierig, die vorgegebene weiße Fläche vollständig zu nutzen.

Einen Ausweg bot die Malerei auf Rauhfaser und Zeitungspapier, auf der verschiedene Flächen als 'Rohmaterial' gestaltet werden konnten. Sand und Schleifpapier wurden benutzt. Anschließend zerschnitt Hélène Bernard die Flächen und klebte sie zum Schluss, gestaltet mit anderen (Fund)stücken, auf eine größere Fläche mit Latex auf Pappe. Die leere weiße Fläche war eine Barriere und wurde damit umgangen.

Diese Arbeit hatte noch eine andere Bedeutung: Das Komponieren eines Ganzen aus vielen Einzelteilen entsprach auch dem Lebensgefühl der Künstlerin in dieser Zeit.

Die Arbeiten wurden 1997 in Berlin und in Ivry ( bei Paris) ausgestellt